Restauration und wichtige technische Informationen

Als Fachbetrieb restaurieren wir seit 20 Jahren antike Öfen und Küchenherde und bringen sie wieder zur Funktion mit Holz und Kohle.

Jeder von uns restaurierte Ofen und Küchenherd wird in den Originalzustand zurück versetzt.

Die Qualität der Restauration ist von entscheidender Bedeutung, da die Sicherheit eines Ofens oberste Priorität besitzt. Öfen, die nicht mehr vorschriftsmäßig zu reparieren sind oder denen Teile fehlen, dürfen nicht mehr zum Einsatz kommen und werden bei uns ausdrücklich nur zur Dekoration angeboten. Nicht jeder antike Ofen kann noch fachgerecht restauriert werden und hält die Sicherheitsvorschriften ein!

 

Vor Inbetriebnahme eines Ofens oder Küchenherdes muss die Installation vom zuständigen Schornsteinfegermeister abgenommen werden. 
Nach der Bundes-Immissionsschutzverordnung (1.BImSchV), welche am 22.03.2010 in Kraft getreten ist, gibt es in Deutschland neue Richtwerte für den Betrieb von Einzelfeuerungsanlagen. Hiervon sind auch die von uns angebotenen Öfen und Küchenherde im Falle einer in Betriebnahme betroffen. Aachen hat verschärfte Normen, Regensburg und München benötigen eine Ausnahmegenehmigung. Der Betrieb der antiken Öfen in Deutschland ist abhängig von einer Prüfung durch ein zertifiziertes Prüfinstitut.

Sie erhalten zu jedem Ofen einen Prüfbericht des Feuerstätten-Prüfinstitutes, der die Werte an Feinstaub, CO-Gehalt, den Wirkungsgrad, die max. Nennwärmeleistung, die mittlere Abgastemperatur, den Abgasmassenstrom und den Mindestförderdruck bei Nennwärmeleistung der Öfen nachweist und den Anschluss erlaubt. Alle Öfen sind raumluftabhängig.

Da keine Prüfberichte von antiken Küchenherden vorliegen, dürfen sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht angeschlossen werden.

Die Technik historischer Öfen wurde im Lauf der Zeit voll ausgereift und konnte bis heute nicht übertroffen werden.
Gusseisen ist das Ofenbaumaterial mit der höchsten Wärmeleitfähigkeit, eine große Oberfläche heizt auch große Räume mit wenig Brennmaterial sehr schnell auf.
Die vom Brennmaterial erzeugte Hitze wird durch die weiten Rauchwege z.B. bei Zirkulieröfen, oder durch Steig- und Sturzzüge optimal ausgenutzt und somit enorm effektiv verbraucht. Unsere geprüften Öfen erreichen Wirkungsgrade von bis zu annähernd 90 %, Werte die nur gering von äußerst kostspieligen, gemauerten Grundöfen übertroffen werden können.

Eine saubere imissionsarme Verbrennung wird durch eine Mehrfachluftzufuhr erreicht.
Die Wärme speichernde Wirkung der Schamottesteine im Brennraum ermöglicht ein langes Nachheizen und schützt den Ofenkörper vor Überhitzung.
Der Brennraum ist ausgemauert und gewährleistet eine ausreichende Wärmespeicherung.

Sie sollten einen Ofen wählen, der genügend Heizleistung für Ihre Räume aufweist. Den Ofen zu gering zu dimensionieren, würde Ihnen keine ausreichende Heizleistung bringen. Schon um einen Ofen nicht überzustrapazieren, sollte er die richtige Größe haben. Eine größere Leistung stellt kein Problem dar, weil Sie durch geringere Beschickung auch geringere Temperaturen erreichen können.

Deshalb beraten wir unsere Kunden in der Auswahl des für sie richtigen Ofens. Eine Beratung vor Ort ist unbedingt erforderlich! Geben Sie uns Ihre Raumgröße ( Neubau / Altbau, isoliert ja / nein) in Länge, Breite und Höhe an, wir errechnen Ihnen gerne die benötigte Heizleistung in KW.

Alle von uns restaurierten Öfen werden komplett auseinandergebaut, die einzelnen Gussteile werden überprüft und ausschließlich mit Glasperlen schonend abgestrahlt und vom Rost befreit, um die Gussoberfläche und die feinen Verzierungen nicht zu zerstören.
Daraufhin werden die Einzelteile nochmals auf Risse oder Schäden überprüft und gegebenenfalls fachgerecht repariert. Beim Zusammenbau werden die Öfen komplett neu abgedichtet.

 

 

Der Feuerraum wird mit Schamottsteinen ausgemauert. Diese werden von uns passgenau und auf Gehrung für die Öfen zugeschnitten. Verschleißteile werden ersetzt. Durchgerostete Bleche werden neu angefertigt. Backöfen für Küchenherde werden aus nicht rostendem Edelstahl eingepasst.
Vernickelte Teile werden in der Regel durch ein sehr aufwendiges Verfahren neu galvanisiert.

 

 

       

Im Originalzustand wurden historische Eisenöfen schon immer mit grafithaltiger leicht glänzender Ofenschwärze versehen. 
Grafithaltige Ofenschwärze gibt beim Heizen keine Schadstoffe ab.
Es gibt auch die Möglichkeit, Öfen mit hitzebeständigem Ofenlack in verschiedenen Tönen von schwarz bis grau einzulassen.
Hitzebeständiger matter Ofenlack gibt während des Heizbetriebes immerhin geringe Schadstoffe ab.
Dies wurde in einem durch Ruth und Markus Stritzinger von der Antik- Ofen- Galerie veranlassten Gutachten des TÜV Süd festgestellt.

Historische Öfen überleben uns mehrmals, vorausgesetzt, sie werden gut gepflegt, sind fachgerecht restauriert und werden regelmäßig im Abstand von 10-20 Jahren von einem Fachbetrieb überprüft.

 

    

Beim Einbau eines Gas-, Elektro-, oder ein Glaskeramikkochfeldes in einen antiken Herd wird das Innenleben entfernt, so dass Stauraum für Töpfe entsteht. Es fallen nur noch die Einbaukosten und die Kosten für die Anfertigung der Edelstahlplatte an, in die das Kochfeld eingebaut wird. Wir machen Ihnen ein günstiges Angebot für ein Kochfeld Ihrer Wahl. Selbstverständlich können Sie auch ein Kochfeld für den Einbau mitbringen.

(Hinweis zum „Gesetz zur Neuordnung des Rechts über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten“: Sie dürfen bei uns gekaufte Kochfelder nicht über den normalen Hausmüll oder Sperrmüll entsorgen. Bitte geben Sie sie bei einer Sammelstelle in Ihrer Stadt/Gemeinde für Elektro- und Elektronikschrott ab oder senden Sie sie kostenlos mit DHL an uns zurück.)

Wir stehen für alle Fragen unserer Kunden jederzeit zur Verfügung und bieten das Gespräch mit dem zuständigen Schornsteinfegermeister an.

Bitte beachten Sie:

Antike Öfen und Küchenherde weisen Gebrauchsspuren auf, die trotz fachgerechter Restauration nicht vollständig zu beheben sind und keinen Sachmangel darstellen. Das könnten z. B. sein:

Risse im Guss, die repariert wurden, aber die Funktionsfähigkeit nicht beeinträchtigen. Verschleißspuren und Unebenheiten im Guss, Farbabweichungen, Kratzer und kleine Abplatzungen in der Emaille, kleine Dellen in Blechteilen, Schweißstellen.